| Südtirol weist immer noch eine vielfältige Tagfalterfauna auf - auch wenn viele hierzulande beheimatete Schmetterlinge inzwischen als gefährdet gelten. Trotzdem gilt Südtirol und hier vor allem der Vinschgauer Sonnenberg als Schmetterlingsparadies und wird von den Schmetterlingskundlern entsprechend häufig besucht. Von den weltweit 165.000 Schmetterlingsarten, den 10.000 in Europa und 6.000 in den Alpen nachgewiesenen - gibt es 3.000 in Südtirol.
Die Schmetterlingsraupen sind eng an bestimmte Futterpflanzen gebunden. Der Sonnenberg hält mit seinen vielen Kleinbiotopen eine reiche Auswahl davon bereit, so dass die Raupen sehr vieler Arten hier ihre Futterpflanzen finden.
Unter den ausgemachten Faltern findet man: Segelfalter, Distelfalter, Admiral, Tagpfauenauge, Pappelschwärmer, Dukatenfalter, Totenkopfschwärmer, Schwalbenschwanz, Apollofalter (siehe Foto), usw.
Die überaus hohe Schmetterlingsdichte im Vinschgau ist auch Grund, warum die Europäische Vereinigung der Berufs- und Amateuerschmetterlingsforscher (Societas Europaea Lepidopterologia - S.E.L.) den Vinschgau als Forschungsstandort gewählt hat.
Der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln im Obst- und Weinbau hat die Artenvielfalt im Talboden reduziert. Als ein besonderes Rückzugsgebiet gilt aber nach wie vor der schmetterlingsreiche Vinschgauer Sonnenberg mit der Steppenvegetation und den Bergmagerwiesen.
Für den am Sonneberg fotografierten Apollofalter dankt der Kortscherhof seinen Gästen Familie Schiller/Höxter.
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