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Wanderparadies von der Rebe bis zum Gletscher

Wann haben Sie Murmeltier, Rehe, Hirsche, geschützte Alpenblumen und kristallklare Gletscherbäche das letzte Mal gesehen? Unter fachkundiger Führung können Sie diese Naturschönheiten im Nationalpark Stilfserjoch erleben.

Den Schritt ins Glück gehen manche genießerisch: dem Plätschern der Waale nach, auf hochalpinen Wegen zum Hasenohr-Gletscher - den Sie übrigens von Ihrem Balkon im Kortscherhof aus sehen können - oder auf unzähligen Wanderwegen in der Talsohle oder an den Hängen des Vinschger Sonnenberges und in den schattigen Wäldern am Nörderberg.

Einige lassen sich bequem von den Liftanlagen in die höher gelegenen Wanderparadiese tragen. Und wer ohne Wanderschuhe sein Glück versucht, findet es in Sportanlagen internationalen Formats - alles da: Tennis, Minigolf, Nordic Walking, Biken auf atemberaubenden Trails, Rafting auf der Etsch, Paragleiten oder gemütlich Radeln auf dem Fahrradweg durch den Alpengarten.

Oder schlendern Sie gemütlich durch die Fußgängerzone von Schlanders, entdecken Sie immer wieder etwas Neues. Für jene die kunsthistorisch interessiert sind, bietet der Vinschgau eine Fülle von Burgen, Schlössern, Museen, Kirchen und Klöster, die es wert sind, besichtigt zu werden.
Und dem Naturfreund sei der Sonnenberg empfohlen. Ein unbedingtes Muss für alle Botaniker, Ornithologen und Liebhaber von Schmetterlingen und Faltern.

Unsere Tipps für Wanderer

400 Millimeter Niederschlag im Jahr sind Werte wie in Sizilien, und genauso hart wie im Süden Italiens kämpfen die Bauern im Vinschgau um das Wasser. In mühevoller Arbeit wurden von entlegenen Bächen das Schmelzwasser der Gletscher in Gräben abgeleitet und auf die Felder verteilt. Diese Bewässerungsgräben, die WAALE, überzogen wie ein Netz die Berghänge, der Bau und die Instandhaltung an den steilen Hängen mit Brücken und Tunnels war schwere Arbeit für einen eigenen Berufsstand den Waaler. Ein Wasserrad ließ eine Schelle (Glocke) erklingen, sicheres Zeichen, dass das Wasser floss und somit der Waal intakt war. Heute führen an den Trassen der Waale die schönsten ebenen Wanderwege an den Sonnenhängen entlang. Sie gehören zu den Highlights im Vinschgau. Wir stellen Ihnen die interessantesten unten vor.

Schluderns: Leitenwaal-Bergwaal

Parken: Am Museum in Schluderns Straße in das Saldura-Tal bis zu den Parkplätzen folgen. Vom Parkplatz bachaufwärts und vor der Bachverbauung über den Saldurabach. Nun aufwärts Weg Nr. 18 zur Ausgrabungsstätte Ganglegg (Bronzezeit). Danach rechts halten und nach 50 m den Leitenwaal Weg Nr.17 (Vorsicht an den Schutthängen, Sicherungsseile vorhanden) bis zur Brücke im hinteren Saldura-Tal folgen. Auf der anderen Talseite talauswärts dem Bergwaal entlang (nach 10 min schöner Rastplatz) bis zur Abzweigung (rechts) des Edelweißsteiges.
Nun zwei Möglichkeiten:
- Abstieg über den Edelweißsteig zum Saldurabach, über die Brücke und am orographisch rechten Bachufer zurück zum Parkplatz.
- Weiter am Bergwaal entlang zum Vernalhof (Waalende), über Wiesen zur Churburg und zurück zum Parkplatz.
Gehzeit 3 ½ bis 4 Stunden; 275 Höhenmeter, erlebnisreich, schattig.

Schluderns: Gschneirer Waal

Parken: Von Schluderns die schmale Fahrstraße (ausreichend Ausweichstellen) Richtung Pension Ortlerblick aufwärts. An der Straßengabel kurz vor der Pension Ortlerblick Parkmöglichkeit. An der Straßengabel links hoch zu den Gschneirhöfen. Hinter dem 1. Hof wieder links und auf dem Karrenweg Nr.19 nach 75 m zum Waal. Dem Waal folgen bis zum Rastplatz oberhalb des Grainhofes.
Auf gleichem Weg zurück. Gehzeit 3 ½ Stunden, 115 Höhenmeter, sehr empfehlenswert.

Kortsch: Zaalwaal

Zum Sportplatz in Kortsch (30 min) und rechts hoch (10 m) zum Zaalwaal. Weg Nr. 6a dem Waal entlang bis zu einer Bank bei der Waalschelle. Von hier sehr steil absteigen zur Straße Talatsch-Kortsch und zurück zum Ausgangspunkt.
Gehzeit gesamt ca. 2 Stunden; 130 Höhenmeter; schöne Sicht auf Kortsch.

Kortsch: Ilswaal

Von Kortsch dem Schild „Sonnenberg“ folgen bis der Weg Nr.5 rechts abzweigt. Durch den Kastanienhain zum Waal unterhalb der St. Ägidius-Kirche. Auf dem Waalweg bis zu einer Brücke kurz vor dem Waalanfang. Hier Aufstieg in Serpentinen zur Burg Schlanders möglich.
Rückweg: Zunächst Weg Nr.5 dann Weg Nr. 6 zur St. Ägidius Kirche und weiter bis zum Spielplatz.
Hier nach links und absteigen nach Kortsch.
Gehzeit 3 bis 3 ½ Stunden; 160 Höhenmeter (zur Burg zusätzlich 100 Höhenmeter)

Latsch: Latschanderwaal

Parken: Abzweigung Tissenweg am westlichen Ortseingang von Latsch kurz vor dem Bahnübergang.
Alternative: Hauptstraße Goldrain Richtung Meran, am Fußgängerübergang ca. 1000 m nach der Shell-Tankstelle links hoch bis zu einem großen Felsen (weiter hoch Wendeplatz)
Vom Parkplatz Tissenweg über den Bahnübergang zur Hauptstraße Schlanders-Meran, über den Fußgängerübergang zur alternativen Parkmöglichkeit. Dort Zugang zum Waal. Den Waal bis nach Kastelbell und bei Bedarf weiter bis nach Galsaun folgen. Auf gleichem Weg zurück.
Gehzeit Kastelbell 4 Stunden, Galsaun 5 Stunden

Tschars: Schnalswaal

Parken: Von Hauptstraße Kastelbell-Staben nach Tschars links abbiegen, am unteren Parkplatz vorbei Richtung Kirche. Bei der Kirche rechts (sehr eng) weiter aufwärts bis zu einem Neubau mit Kollektoren und großen Glasfenstern. Dort Parkmöglichkeit.
Weg Nr. 3 ostwärts bis zu einer Waalerhütte mit Waalschelle unterhalb Schloss Juval am Eingang des Schnalstals. Dort mehrere Bänke und herrliche Sicht, lohnend.
Gehzeit knapp 3 Stunden hin und zurück; 120 Höhenmeter.
Anmerkung: Die Zufahrt zum Schloss Juval (Abzweigung von Hauptstraße kurz vor Eingang zum Schnalstal) ist von 09.30 bis 17.30 Uhr gesperrt, sehr schmal mit nur wenigen Ausweichstellen. Nicht empfehlenswert!

Schnalstal südlich Neuratheis: Schnalswaal

Parken und Bushaltestelle: Straße ins Schnalstal bis zur Abzweigung rechts Richtung Unt. Wasant bei „Hof am Wasser“ (800 m nach – nördlich- Alt Ratteis). Direkt an der Abzweigung mehrere Parkplätze.
Von der Abzeigung über die Straße und 5 m den Hang aufwärts, dort Waalweg. Waal talauswärts folgen bis zu einer Waalerhütte mit Waalschelle unterhalb Schloss Juval am Eingang des Schnalstals. Dort mehrere Bänke und herrliche Sicht.
Gehzeit 3 ½ Stunden hin und zurück; 40 Höhenmeter

Der Vinschgau ist eingebettet von der Ortler-Gruppe im Süden und den Ötztaler Alpen im Norden. Mit dem fast 4.000 Meter hohen Ortler steht auch die höchste Erhebung Südtirols im Vinschgau. Unzählige 3.000er können ideal von Schlanders/Kortsch in Angriff genommen werden. So auch der Kortscher Hausberg der Zerminiger mit über 3.000 Metern.

Den genauen Tourenverlauf für diesen außergewöhnlichen Aussichtpunkt und viele weitere Vorschläge - angeführt sei hier nur die Laaser Spitze, die Tschenglser Hochwand oder Hintere Schöntaufspitze - finden Sie auf der Internetseite  www.seilschaft.it einer Plattform engagierter Vinschgauer Bergführer, mit denen der Kortscherhof zusammenarbeitet.

 
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