| Im Vinschgau dreht sich fast alles um den Apfel. Für die Bauern beginnt und endet das Jahr mit der Apfelernte, mit ihr steht und fällt auch das wirtschaftliche Wohlergehen eines ganzen Jahres. Wenn Ende September die Erntezeit beginnt wird jede Hand gebraucht. Alle in der Familie fassen mit an, von der Großmutter, die zu Hause kocht, bis zu den jüngsten Kindern, die die herunter gefallenen Mostäpfel aufsammeln.
Bei durchschnittlich 100.000 Kilo Äpfel pro Familie heißt es fleißig sein. Viele Erntehelfer aus anderen Regionen oder Ländern reisen jeden Herbst zur Ernte in den Vinschgau und gehören auf den meisten Bauernhöfen schon beinahe mit zur Familie.
2.000 Obstbauern gibt es im Vinschgau, die auf einer Fläche von über 4.700 Hektar Äpfel anbauen. Das heißt, dass die durchschnittliche Betriebsgröße nicht einmal 2,5 Hektar beträgt.
Damit die bäuerlichen Familien von ihren Erzeugnissen leben können, heißt es rechtzeitig auf die Markt-Trends zu reagiern und die Felder fleißig zu bewirtschaften, damit nur wirklich die allerbesten, naturnah angebauten und damit gut bezahlten Äpfel geliefert werden. |